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Mit kühlem Kopf gegen Ennepetal gewonnen

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Am Ende reichte der 1. Mannschaft des 1. FC Kaan-Marienborn nach intensiven 90 Minuten der knappe Vorsprung von 1:0, um in der Herkules-Arena gegen einen sehr diszipliniert agierenden TuS Ennepetal den nächsten Heimdreier zu sichern.

Am 13. Spieltag bestätigten die Gäste aus dem südlichen Ruhrgebiet von Anfang an genau die Vorschusslorbeeren, die Kaans Trainer Thorsten Nehrbauer den Ennepetalern im Vorlauf attestiert hatte.

Zwar beschränkte sich der TuS in Halbzeit eins weitestgehend auf die Defensivarbeit, schob dort aber diszipliniert und stoisch die Räume zu. Kaan-Marienborn riss das Spielgeschehen schnell an sich und entwickelte gute Ideen, um sich gegen dieses engmaschige Netz nach vorne zu kombinieren.

Da die Behnert-Elf um den Strafraum allerdings sehr gut stand, setzten die Hausherren zunächst vornehmlich auf Flanken der Außenspieler oder schnelle Seitenverlagerungen. So spielte Mats Scheld im Zentrum wieder vermehrt Diagonalbälle zum Zunge schnalzen.

Nachdem auch sein Mitspieler Daniel Waldrich mit einem präzisen Diagonalball ähnliche Qualitäten bewies und  Andre Schilamow auf dem linken Flügel einsetzte, fand dessen Flanke Innenverteidiger Marcel Radschuweit, der völlig frei, aber auch aus Abseitsposition, in die rechte Ecke einnickte (20.).

Die Gastgeber waren gefragt, geduldig zu agieren, immer wieder zogen die beiden Innenverteidiger Toni Gänge und Radschuweit mit Mats Scheld als tiefem Sechser den Spielaufbau auf, um den Angriff im richtigen Moment auszulösen, wenn sich die richtigen Räume oder Lücken bieten.

Variabel verschärfte die Heimelf dann über beide Flügel das Tempo. So war es Burak Gencal, der sich über rechts zur Grundlinie durchsetzte und den Ball auf den heute extrem emsigen Dawid Krieger nach innen legte.

Kaans Stürmer spielte den Ball erneut raus auf Gencal, der seine Flanke in Richtung Tor hereindrehte. Norman Wermes rauschte per Kopf aber unter dieser Hereingabe durch. Den ersten und auch einzigen Torschuss der Gäste vor der Pause verzog Ibrahim Lahchaychi derweil doch deutlich.

Den wohl besten Abschluss hatte der Tabellenführer dann, als sich die Käner wieder über die rechte Schiene in den Strafraum durchspielen konnten und Johannes Burk flach die rechte Ecke anvisierte.

Torhüter Weusthoff hatte den Braten jedoch gerochen und wehrte den Ball reflexartig mit dem Fuß ab.  Auch den zu zentral platzierten Kopfbällen von Scheld und Radschuweit in Folge von Eckstößen machte der souveräne Schlussmann den Garaus.

Aus der Kabine kam Kaan dann eigentlich zunächst ganz manierlich. Nachdem sich Schilamow einmal mehr über seine Außenbahn durchtankte, legte Wermes die Hereingabe des Linksaußen mit der Sohle für Burk ab. Sein Schuss wurde jedoch noch entscheidend abgefälscht und somit zur leichten Beute für Weusthoff.

Danach wurde die Partie offener, weil Ennepetal ob des Resultats Lunte gerochen hatte und jetzt viel mutiger mitspielte. So setzte sich Lahchaychi durch das Zentrum gut bis in den Strafraum durch, traf den Ball bei seinem Schussversuch mit links aber nur suboptimal.

Generell wirkte Ennepetal im Abschluss etwas so ziellos. So verfehlte auch ein Versuch von Kyle Nuel sein Ziel deutlich, während Torhüter Florian Hammel, der heute auf der Linie eher selten gefordert war, aber gute Ideen in der Spieleröffnung hatte, einem abgefälschten Torschuss von Florian Gerding die Gefahr nahm.

Nachdem dann auch der eingewechselte Tim Dosedal den Ball aus aussichtsreicher Position im Strafraum vertändelte, rafften sich die Hausherren nochmal auf. Weil die Bemühungen aus dem Spiel heraus über viele Flankenläufe nicht von Erfolg gekrönt waren, musste letztlich ein Standard herhalten.

Nach einem Handspiel trat Johannes Burk den Ball fast von der rechten Seitenauslinie mit Schmackes auf den langen Pfosten. Dort drückte Radschuweit das runde Leder dann mit einem halben Flugkopfball für Weusthoff unhaltbar in die lange Ecke und sorgte so nicht nur zur Freude von Christian Neuser, der Wolfang Leipold als Stadionsprecher vertrat, für das Tor des Tages (80.).

Kurz darauf feierte Semih Yigit nach monatelanger Verletzung sein Comeback. Weil Dawid Krieger es Augenblicke später verpasste, seine Leistung mit dem 2:0 nach einem guten Querpass des eingewechselten Ennis Madani zu krönen, blieb die Begegnung bis zur letzten Sekunde spannend.

Dementsprechend glückliche Gesichter zierten daher nach dem Abpfiff das Spielfeld. Das Strahlen vergrößerte sich nach Kenntnis der Ergebnisse der Tabellenkonkurrenten dann noch weiter. Durch die Schützenhilfe des Nachbarn Sportfreunde Siegen ist der Vorsprung auf den ASC Dortmund auf fünf Zähler angewachsen.


1. FC Kaan-Marienborn – TuS Ennepetal 1:0 (0:0)

Aufstellung: Hammel, Waldrich, Radschuweit, Gänge, Tomas, Gencal (82. Yigit), Burk, Scheld, Schilamow (87. E. Madani), Krieger (90. Brato), Wermes

Tore: 1:0 Marcel Radschuweit (80.)

Schiedsrichter: Max Krämer

Zuschauer : 227

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