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Trotz Niederlage gegen Essen lange teuer verkauft

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Lange gestaltete die 1. Mannschaft gegen Rot-Weiss Essen ein Duell auf Augenhöhe, musste sich dem Traditionsverein aufgrund der 2. Halbzeit aber letztlich mit 1:4 (1:1) geschlagen geben.

Vor einer großartigen Kulisse von 2560 Zuschauern, gleichzeitig einem neuen Heimspielrekord für den 1. FC Kaan Marienborn, war alles angerichtet für ein spannendes Duell gegen den großen Traditionsverein Rot-Weiss Essen.

Dass der Kantersieg gegen den Wuppertaler SV die Euphorie im Fan-Lager der Gäste verstärkt hatte, bewiesen die zahlreich angereisten Anhänger der Essener, die mit ihren Gesängen schon vor dem Anpfiff für mächtig Stimmung sorgten.

Nach der klaren Niederlage gegen Herkenrath nahm das Trainerduo Nehrbauer und Wurm personell zwei Änderungen vor und beorderte Moritz Brato und Jens Bauer für Burak Gencal und Dawid Krieger in die erste Elf.

Die Käner überließen dem Favoriten aus dem Ruhrpott zunächst die Spielkontrolle, verschoben aber immer wieder Kontakt und boten der Neitzel-Elf überhaupt keine Räume für torgefährliche Szenen an, sodass die Rot-Weissen ihre Spielzüge in der Anfangsphase häufig über die Viererkette neu aufbauen mussten.

Bei Ballgewinn lauerten mit Elsamed Ramaj, Tiziano Lo Iacono und Daniel Waldrich dann drei Spieler, die ihre größten Stärken im Umschaltspiel haben, auf ihre Gelegenheiten.

In der 11. Spielminute zahlte sich das gerade in der ersten Halbzeit starke Konterspiel der Gastgeber aus. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld zündete Elsamed Ramaj den Turbo und weil Tiziano Lo Iacono mit einem wichtigen Laufweg einen Gegenspieler wegzog, hatte Ramaj allen Raum, um mit all seiner Geschwindigkeit in das Eins gegen Eins mit Innenverteidiger zu gehen und den Ball flach in der langen Ecke unterzubringen.

So ging auch der 2. Treffer in der Regionalliga auf das Konto des Neuzugangs. Kurz darauf war es dann Kaans Torwart Florian Hammel, der die Führung aufrecht hielt.

Nachdem Essens auffälligster Akteur Kai Pröger nach einem Solo von halblinks nach innen zog und aus etwa 20 Metern zu einem brandgefährlichen Distanzschuss ansetzte, machte sich der Keeper ganz lang und lenkte den Ball mit einer großen Tat noch um den Pfosten.

Die folgende Ecke jagte Pröger mit vollem Risiko über den Querbalken. Essens wichtiger Kreativfaktor war es dann allerdings auch, der den Ball nach eigener Eroberung gegen den stark nachsetzenden Daniel Waldrich verlor.

Nach dessen Pass fand Innenverteidiger Jannik Schneider mit einem tiefen Ball wunderbar den Laufweg von Lo Iacono, der allerdings im direkten Duell mit Torwart Lukas Raeder scheiterte.

Auf der anderen Seite setzte sich Florian Bichler über die linke Außenbahn gegen drei Gegenspieler in den Strafraum durch und schickte den Ball vorbei an Hammel zum Ausgleich in die lange Ecke (36.). Es war bereits sein 3. Saisontor.

Noch kurz vor der Pause rettete Essens Außenverteidiger Daniel Heber dann in buchstäblich letzter Sekunde vor Ramaj, nachdem Lo Iacono den Ball bereits am herausgeeilten Raeder vorbeigeköpft hatte.

Die beste Chance zur neuerlichen Führung hatte der agile Lo Iacono kurz nach der Pause. Nach einer Flanke von Arthur Tomas traf der Stürmer den Ball am Fünfmeterraum freistehend aber nur unsauber und verzog so am linken Pfosten vorbei.
Während die Käner an ihrer Effektivität scheiterten, schlug Rot-Weiss Essen dann binnen 3 Minuten zweimal eiskalt zu.

Nach einer Flanke von Kevin Grund köpfte Jannik Schneider den Ball vorerst aus dem Strafraum, Heber war aber auf den zweiten Ball sofort zur Stelle und leitete rechts kurz auf Pröger weiter, der den Ball mit dem Außenrist satt aus der Luft in die obere Ecke abnahm (53.).

In der 56. Spielminute war es nach einer Hereingabe von Kapitän Benjamin Baier dann wieder ein abgewehrter Kopfball, in diesem Fall von Tomas, den Heber schneller antizipierte als Ramaj und postwendend auf Stürmer Wirtz weiterleitete, der noch einen Haken schlug und humorlos einschob.

Kaan-Marienborn gab aber nicht auf, kam im direkten Anschluss durch einen abgefälschten Schuss von Daniel Waldrich zu einer Ecke, aber spätestens in der 76. Spielminute zeigte sich wieder die individuelle Klasse der Gäste.

Nach einem Freistoß aus dem linken Halbfeld verlor Moritz Brato Innenverteidiger Philipp Zeiger für eine entscheidende Sekunde aus den Augen, der den Ball routiniert in die lange Ecke einnickte.

Auch wenn die letzte Chance des Spiels nach schönem Zusammenspiel zwischen dem eingewechselten Mats Scheld, Tomas und Waldrich nochmal Lo Iacono gehörte, feierte Rot-Weiss Essen aufgrund einer fast perfekten Chancenverwertung den Favoritensieg.

Die Mannschaft von Thorsten Nehrbauer zeigte aber nicht nur eine gute Reaktion auf das Spiel gegen Herkenrath, sondern verkaufte sich über weite Strecken des Spiels teuer.

Auch wenn die Enttäuschung nach dem Abpfiff in allen Gesichtern stand, durfte das Team den Platz nach so einer Leistung mit erhobenem Haupt verlassen, wie auch Thorsten Nehrbauer in der Pressekonferenz sagte.

1. FC Kaan-Marienborn – Rot-Weiss Essen 1:4 (1:1)

Aufstellung:  Hammel, Yigit, Gänge, Radschuweit (61. Krieger), Schneider, Tomas, Bauer (71. Scheld), Brato, Ramaj (79. Genal), Waldrich, Lo Iacono

Bank: Brammen, Buceto, Schilamow, Bulliqi

Tore: 1:0 Elsamed Ramaj (11.), 1:1 Florian Bichler (36.), 1:2 Kai Pröger (53.), 1:3 Enzo Wirtz (56.), 1:4 Philipp Zeiger (76.)

Schiedsrichter: David-Markus Koj

Assistenten: Florian Heselmann, Dominik Mynarek

Zuschauer: 2560

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